(Bild: AdobeStock / U. J. Alexander)

Haus Cramer Gruppe plant weiteren Abbau von rund 125 Arbeitsplätzen bis Ende 2026

Im Zuge der laufenden Restrukturierung des Unternehmens plant die Haus Cramer Gruppe weitere Maßnahmen zur Kostensenkung im laufenden Geschäftsjahr. Zu diesen Kostensenkungsmaßnahmen gehöre die Anpassung von Organisations- und Personalstrukturen am Standort Warstein und der damit verbundene geplante Abbau von rund 125 Arbeitsplätzen (FTE), wie es heißt. Die notwendige Senkung der Personalkosten gehe einher mit einer erheblichen Senkung der Sachkosten, um das Unternehmen nachhaltig wettbewerbsfähig aufzustellen.

An wichtigen Investitionsentscheidungen halte das Unternehmen hingegen fest, darunter die Errichtung einer modernen Entalkoholisierungsanlage in 2026 sowie einer Windenergieanlage am Standort Warstein, die im Frühjahr 2027 in Betrieb genommen werden soll. Zudem werde auch der geplante Relaunch der Marke Warsteiner noch in 2026 gestartet und ab 2027 kommunikativ begleitet.

„Angesichts der in den letzten zehn Jahren branchenweit gesunkenen Absatzmengen, sind diese zusätzlichen Maßnahmen zur Kostensenkung unvermeidlich“, sagte CEO und CRO Bodo Joachim Wendenburg anlässlich einer Mitarbeitendenversammlung in Warstein. Der Bierabsatz ist in den letzten zehn Jahren in Deutschland um rund 19 Prozent zurückgegangen (Steuerpflichtiger Bierabsatz in D, inkl. Alkoholfreies Bier und Malztrunk, Deutscher Brauer Bund e.V, eigene Berechnungen), der Pilsbier-Absatz im Handel sogar um 21 Prozent (NielsenIQ, Lebensmitteleinzelhandel und Getränkeabholmärkte ohne alkoholhaltige Naturradler). Diese Entwicklung treffe auch die Haus Cramer Gruppe. „Wir steuern jetzt gegen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dauerhaft wiederherzustellen. Dazu gehört leider auch die Anpassung der Belegschaft an die insgesamt gesunkenen Absatzmengen“, so Wendenburg weiter. 

Die Haus Cramer Gruppe plane, die Maßnahmen zur Kostensenkung bis Ende 2026 abzuschließen, so die Meldung weiter. Bislang umgesetzte und eingeleitete Schritte würden bereits zu einer Entlastung beitragen. Dazu zählten die Schließung und Verlagerung der Brauerei in Herford sowie der laufende Verkaufsprozess der Brauerei in Paderborn. Dennoch seien vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfelds zusätzliche Maßnahmen erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig auszubauen. 

Das Unternehmen gehe davon aus, rund 50 der betroffenen Arbeitsplätze durch altersbedingte Renteneintritte und das Auslaufen befristeter Arbeitsverhältnisse abbauen zu können. Für die verbleibenden rund 80 Arbeitsplätze führe die Geschäftsführung bereits konstruktive Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern. Ziel sei es, gemeinsam sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Mitarbeitenden zu entwickeln. „In den ersten Monaten meiner Tätigkeit hier in Warstein habe ich ein hochmotiviertes und engagiertes Brauereiteam kennengelernt, obwohl das Unternehmen durch eine sehr herausfordernde Phase geht. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz, und bin sicher, dass diese Motivation und dieses Engagement der Belegschaft für die weitere Umsetzung der Restrukturierung einen erfolgskritischen Beitrag darstellen“, sagte Wendenburg. 

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