(Bild: Neumarkter Lammsbräu)

Neumarkter Lammsbräu: Umsatz erneut über 30 Mio. Euro-Marke

Der Bio-Pionier Neumarkter Lammsbräu hat 2025 einen Umsatz von 30,3 Mio. Euro erwirtschaftet (2024: 31,7 Mio. Euro). Damit habe das Familienunternehmen aus der Oberpfalz in einem fordernden Marktumfeld zum fünften Mal in Folge die Marke von 30 Mio. Euro. Übertroffen, wie es heißt.

Erstmals sei dies den Oberpfälzern 2020 mit Beginn des Bio-Booms der Corona-Zeit gelungen. Auf der Absatzseite festigte Lammsbräu seine Position in der Spitzengruppe der deutschen Hersteller für alkoholfreie Biere sowie am Markt für Bio-Limonaden mit einem weitgehend unveränderten Ausstoß alkoholfreier Getränke (2025: 155.255 hl; 2024: 157.134 hl). Der stark rückläufigen Dynamik auf dem Markt für alkoholhaltige Biere (https://wwwgenesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/73421/details) habe man sich hingegen auch in der Oberpfalz nicht entziehen können und verbuchte einen Absatz von 64.233 hl (2024: 73.251 hl). Insgesamt verkaufte das Unternehmen 2025 219.458 hl Bio-Getränke (2024: 230.384 hl).

Johannes Ehrnsperger, Inhaber und Geschäftsführer von Neumarkter Lammsbräu: „Das zurückliegende Jahr hat bei allen Brauereien Spuren hinterlassen, ob bio oder nicht. Die Branchenzahlen sprechen hier eine klare Sprache. Nach Gründen muss man nicht lange suchen: Der jährliche Pro-Kopf Konsum an Bier ist in Deutschland in den letzten dreißig Jahren von rund 136 Litern auf rund 88 Liter gesunken (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/ 4628/umfrage/entwicklung-des-bierverbrauchs-pro-kopf-in-deutschland-seit-2000/). Anders ausgedrückt: Die Konsumgewohnheiten der Menschen haben sich stark und nachhaltig verändert. Wer auch in Zukunft erfolgreich sein möchte, muss sich mit analytischem Verstand und kreativen Ideen auf die neuen Rahmenbedingungen einstellen.“

Man wolle daher die eigene Alkoholfrei-Kompetenz weiter ausbauen, die inzwischen über 60 Prozent des Absatzes ausmache und einen klaren USP darstelle. Zugleich betonte das Unternehmen, seinem Kern aus Qualität, traditionellem Handwerk und konsequent ökologischem Wirtschaften treu zu bleiben. Dazu zählten faire Preise für Bio-Landwirte ebenso wie die Vergütung von Gemeinwohlleistungen. Ein geplanter Sudhaus-Neubau im mittleren einstelligen Millionenbereich solle zudem deutliche Fortschritte bei Ressourcen- und Energieeinsparung bringen.

In der Kommunikation setze Lammsbräu laut eigener Aussage verstärkt auf neue Bildwelten und moderne Narrative. Die 360‑Grad‑Kampagne „Ein Bio Bitte“ mit dem Markenbotschafter „Lämmi“ habe besonders in Berlin, Bayern und Baden-Württemberg starke Wirkung gezeigt und werde 2026 mit einer POS-Offensive fortgeführt – mit noch stärkerem Fokus auf die Alkoholfreien.

 

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