(Bild: Tobias Kerz)

Trauer um Thomas Schumacher

Die Brau- und Malzbranche trauert um Thomas Schumacher, der am 27. August 2026 im Alter von 50 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts verstorben ist. Schumacher absolvierte ab 1995 eine Ausbildung zum Brauer und Mälzer bei der Dinkelacker Brauerei in Stuttgart. Bereits damals wurde er von Kollegen und Freunden liebevoll „Schumi“ genannt.

Seine Leidenschaft für das Bier führte ihn anschließend nach Weihenstephan, wo er von 1997 bis 2002 Brauwesen und Getränketechnologie studierte und seinen Abschluss als Diplomingenieur erwarb. Seine Diplomarbeit verfasste er bei Dr. Karl Glas. Seine erste berufliche Station nach dem Studium führte Schumacher zur Friedrich Weissheimer Malzfabrik (heute Avangard) nach Bremen. Dort übernahm er zunächst die Verantwortung als Produktionsleiter, bevor er später zum Betriebsleiter aufstieg. In dieser Zeit legte er den Grundstein für seine erfolgreiche Laufbahn als Mälzer.

Nach einer kurzen Tätigkeit bei Schwaben Malz wechselte er zu Bestmalz/Palatia Malz. Dort gestaltete er über viele Jahre die Entwicklung des Unternehmens mit, zunächst im technischen Bereich und später mit Erfolg im Vertrieb. Durch seine Fachkompetenz, sein feines Gespür für Kundenbedürfnisse und seine Leidenschaft für Bier und Malz erwarb er sich branchenweite Anerkennung. Die anschließenden Jahre bei Durst Malz, beziehungsweise Soufflet, waren von tiefgreifenden Veränderungen in der Brauwirtschaft geprägt. Der rückläufige Biermarkt stellte die gesamte Branche vor große Herausforderungen, an deren Ende die Schließung der drei deutschen Malzwerke stand.

Im Jahr 2025 schlug er ein neues Kapitel seiner beruflichen Laufbahn auf und wechselte zur Mälzerei Bindewald. Dort brachte er seine langjährige Erfahrung und sein umfangreiches Netzwerk ein, um den Ausbau des Malzgeschäfts aktiv voranzutreiben und neue Impulse zu setzen. Seine Studienfreunde verabschieden sich mit persönlichen Worten von ihm: „Schumi, wir werden Dein profundes Fachwissen, Deine ansteckende Lebensfreude und das unverwechselbare Lachen, sowie Deinen unerschütterlichen Optimismus schmerzlich vermissen. In dankbarer Erinnerung behalten wir Dich in unseren Herzen.“

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