„Die Zeiten sind herausfordernd: Wie Wein, Bier und andere Produkte bekommen auch Apfel- und Fruchtweine in Handel und Gastronomie eine gewisse Konsumzurückhaltung zu spüren,“ resümiert Klaus Heitlinger, Geschäftsführer VdFw, anlässlich der Vorstellung des Jahresergebnisses auf der VdFw-Mitgliederversammlung.
Gewinner im breit gefächerten Portfolio seien 2025 Cider, Apfelweinschorlen und andere Apfelwein-Mixgetränke: Ihr Inlandsabsatz sei um 12,5 Prozent von 16 Mio. Liter auf 18 Mio. Liter gestiegen. „Den Herstellern ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die Klassiker Apfelwein und Fruchtwein zu profilieren und zugleich neue Produkte als zweites Standbein zu etablieren“, erläutert Heitlinger.
Apfelwein erzielte 2025 einen Inlandsabsatz von 35,8 Mio. Litern und behauptet sich mit einem Absatzanteil von 38,5 Prozent als wichtigstes Branchenprodukt. Doch auch apfelweinhaltige und fruchtweinhaltige Getränke steuern jeweils etwas mehr als 19 Prozent zum Gesamtabsatz bei.
„Dieser Mix aus traditionsreichen Spezialitäten und neuen Konzepten erweist sich für die Branche als guter Weg, um neben bestehenden Fans auch neue Kunden zu gewinnen“, so Heitlinger. Außer dem Produktauftritt und neuartigen Geschmacksvarianten zählt dabei auch das Gebinde. Apfelwein und verwandte Getränke würden heute in eleganten Profil-Glasgebinden und trendgerecht in Longneck-Flaschen und Getränkedosen angeboten.
Schon seit einigen Jahren bereichern alkoholfreie Apfelweine und Fruchtweinprodukte das Sortiment. Auf diese entalkoholisierten Erzeugnisse entfalle bezogen auf das gesamte Branchenergebnis bislang erst ein kleiner Absatzanteil. Sie gewinnen jedoch kontinuierlich an Bedeutung: So sei ihr Inlandsabsatz 2025 verglichen mit dem Vorjahr um 20 Prozent gestiegen.
