v.l.: Thomas Ernst, Präsident des BSI, Ulrich Berklmeir, Vorstandsvorsitzender, GES Großeinkaufsring des Süßwaren- und Getränkehandels eG, Thomas Ebenfeld, Managing Director, concept m reserach + consulting, Angelika Wiesgen-Pick, Geschäftsführerin, BSI e. V., Dr. Carolina Paulsen, Leitern Recht, BSI e. V, Paul Bremer, CSO, Insights & Growth, rheingold GmbH und Co. KG, Christof Rasche, MdL (FDP), Vizepräsident, Landtag Nordrhein-Westfalen (Bild: BSI)

BSI-Mitgliederversammlung: „Wir erwarten faire Rahmenbedingungen“

Im Fokus der 51. BSI-Mitgliederversammlung am 28. Mai 2026 in Düsseldorf standen Expertenvorträge zu aktuellen Entwicklungen im Spirituosenmarkt. Thematisiert wurden insbesondere die Herausforderungen der Branche sowie wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen.

Christof Rasche, MdL (FDP), Vizepräsident, Landtag Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, erklärte in seinem Grußwort: „Die deutsche Spirituosenindustrie vereint tief verwurzelte Tradition mit beeindruckender Innovationskraft und ist ein verlässlicher Pfeiler unserer mittelständischen Wirtschaft. Um diese Stärke auch in Zukunft zu sichern, braucht die Branche keine neuen regulatorischen Hürden, sondern verlässliche politische Rahmenbedingungen und faire Wettbewerbschancen auf dem globalen Markt.“

Zum Themenkomplex „Die Spirituose in der Gastronomie und im Fachgroßhandel: Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen“ analysierte Ulrich Berklmeir, Vorstandsvorsitzender, GES Großeinkaufsring des Süßwaren- und Getränkehandels eG, Nürnberg, wie folgt: „Zur Erhaltung von Gastronomie und der weltweit einzigartigen Struktur von mittelständischen Getränkefachgroßhändlern bedarf es verlässlicher politischer Rahmenbedingungen und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Herstellern.“

Thomas Ernst, Präsident des BSI, wies in seiner Einleitungsrede auf die steigenden Herausforderungen für die Spirituosenbranche hin und halte u. a. fest: „Aufgrund der derzeit fragilen Wirtschaftslage, die durch Zölle sowie unvorhersehbare politische Entwicklungen und aktuell die geplante einseitige Zusatzsteuererhöhung auf Spirituosen geprägt ist, erwarten die Mitglieder des BSI der ausschließlich mittelständisch geprägten Spirituosenbranche von der Bundesregierung faire Rahmenbedingungen, um eine nachhaltige Wertschöpfung in Zukunft leisten zu können."

Im Zentrum der Verbandsforderungen stehen mehr Eigenverantwortung, faire Marktbedingungen und vor allem Planungssicherheit für die Unternehmen. Gleichzeitig warnt der BSI vor neuen regulatorischen Belastungen und fordert, die Bürokratie auf ein Minimum zu reduzieren, so die Meldung weiter.

Alkoholhaltige Getränke sind und bleiben traditionell in unseren Kulturkreisen tragende Säulen einer gelebten Genuss- und Kulturtradition. Diese Kultur will der BSI – in einer auf Selbstbestimmung aufbauenden Gesellschaft – weiter mit pflegen und unterstützen – denn: Genuss, Aufklärung und Eigenverantwortung bedingen einander, heißt es abschließend.

 

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