PIWI-Reben sind Kreuzungen verschiedener Vitis-Arten, die Widerstandsfähigkeit und hohe Weinqualität vereinen. Durch gezielte Züchtung entstehen robuste Sorten, die einen nachhaltigeren Weinbau ermöglichen und künftige Herausforderungen im Weinberg besser bewältigen sollen. Zudem reduzierten PIWIs den Pflanzenschutzmittelbedarf deutlich, was ökologische und ökonomische Vorteile schaffe. Ihre zunehmende Verbreitung zeige, dass sie einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Weinbaus leisten können.
„Die hohe Aufmerksamkeit und positive Resonanz im vergangenen Jahr hat uns gezeigt, wie groß das Interesse an zukunftsfähigen, nachhaltigen Weinbaukonzepten ist. Mit dem Deut-schen PIWI-Weinpreis möchten wir Betriebe weiter ermutigen, innovative Wege zu gehen und zugleich deutlich machen, dass moderne PIWI-Sorten qualitativ und sensorisch längst auf Au-genhöhe mit etablierten Rebsorten liegen“, so Andreas Dilger, Vorsitzender von PIWI Deutsch-land e.V., und Benedikt Bleile, DLG-Bereichsleiter Wein.
Teilnahmeberechtigt sind alle Weine, Perlweine und Schaumweine aus PIWI-Rebsorten. Sie müssen zu mindestens 85 Prozent (ohne Berücksichtigung der Süßreserve) aus neuen Rebsorten mit hoher Widerstandskraft gegen Krankheiten, Schädlinge und/oder klimatische Stressfaktoren bestehen und über eine saatgutrechtliche Zulassung ab 1992 verfügen.
Alle eingereichten Produkte werden von geschulten Expertinnen und Experten sensorisch nach dem DLG-5-Punkte-Schema® bewertet, heißt es weiter. Weine, Perlweine, Schaumweine und entalkoholisierte Weine, die die Jury überzeugen, erhalten die Auszeichnung „Deutscher PIWI-Weinpreis“ in Gold, Silber oder Bronze. Im Rahmen des Wettbewerbs wird zusätzlich eine Sonderauszeichnung an die besten Betriebe vergeben.
Weitere Infos unter www.piwipreis.de
