(Bild: dvi)

dvi präsentiert Orientierungspapier für europäische Verpackungsverordnung

Ab dem 12. August 2026 wird die europäische Verpackungsverordnung (PPWR) in allen EU-Mitgliedstaaten Schritt für Schritt verbindlich und anwendbar. Da die neuen Regelungen viele Fragen aufwerfen und zu Unsicherheiten führen, hat das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. (dvi) ein Orientierungspapier zur Ladeeinheitensicherung erarbeitet, das den aktuellen Stand und Lösungsansätze zusammenfasst.

„Das Orientierungspapier zur Ladeeinheitensicherung gibt den Unternehmen einen praxisnahen und fachlich fundierten Überblick vor dem Hintergrund von Artikel 29 und Artikel 7 der PPWR. Wir haben uns bewusst auf die praktische Anwendung fokussiert, behandeln zu Anfang die Definition der Ladeeinheitensicherung und den gesetzlichen Rahmen, erläutern im Anschluss die Wiederverwendungs- und Rezyklateinsatzquoten und fassen zum Abschluss wesentliche Herausforderungen und Lösungsansätze zusammen“, informiert dvi-Geschäftsführerin Dr. Natalie Brandenburg.

„Für die Ladeeinheitensicherung mit Einwegbändern und -folien sind aktuell keine Mehrwegalternativen verfügbar, die Einwegmaterialien in automatisierten Prozessen ersetzen könnten. Selbst im Bereich der Transportverpackungen, für den bereits praktikable Mehrweglösungen existieren, wird eine flächendeckende Umsetzung zur Herausforderung. In unserem Orientierungspapier geben wir dazu eine Übersicht und zeigen den Innovationsbedarf von Standardisierung und Systemintegration über Leergutmanagement, Handling und Logistik bis hin zu Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit sowie Nachverfolgung und Digitalisierung auf“, so Brandenburg weiter.

Für das Orientierungspapier wurde der Ausschuss Ladeeinheitensicherung des dvi konsultiert, so die Meldung weiter. „Im Ausschuss vereinen wir unternehmerische Praxis und technische Expertise von rund 20 Unternehmen aus allen Stufen der Wertschöpfungskette, von der Materialherstellung über die Verpackungsentwicklung bis hin zu Logistik und Anwendung, um technische, ökologische, ökonomische und sicherheitsrelevante Aspekte der Ladeeinheitensicherung gleichermaßen zu berücksichtigen. Durch die Beteiligung von dvi-Mitgliedern, die sämtliche relevanten Verpackungsmaterialien und -systeme repräsentieren, wird zudem eine materialübergreifende Betrachtung gewährleistet. Ergänzend haben wir gezielt externe Impulse einfließen lassen, beispielsweise von EUMOS (European Safe Logistics Association)“, sagt Brandenburg.

Das dvi stellt das Orientierungspapier interessierten Stakeholdern auf Nachfrage zur Verfügung und bittet um Kontaktaufnahme unter www.verpackung.org/kontakt.

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