v.l.: Dr. Norbert Ferch (Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat BW), Christian Schwörer (DWV-Generalsekretär), Johannes Schmuckenschlager (AREV-Vizepräsident/Österreichischer Weinbaupräsident), Klaus Schneider (DWV-Präsident), Aly Leonardy, Stefan Kast (Landwirtschaftskammer Österreich) (Bild: DWV / Eidens-Holl)

DWV-Mitgliederversammlung: Zukunft des Weinbaus nach 2027 im Fokus

Die Öffentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Weinbauverbands (DWV) fand in diesem Jahr am 12. Juni am TechCampus der Hochschule Heilbronn statt. Der diesjährige thematische Schwerpunkt war die künftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sowie ihre Bedeutung für die Zukunft des Weinbaus in Europa.

Das Ziel war, gemeinsam die anstehenden Herausforderungen für den Weinbau im Rahmen der GAP zu beleuchten und rechtliche Lösungsansätze zu diskutieren – dies auch mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit der Betriebe sowie die Förderung des Nachwuchses. Hierzu lieferten Fachvorträge wichtige Impulse. 

Norbert Lins (MdEP, Stv. Vorsitzender des Agrarausschusses im EU-Parlament & Berichterstatter zur GAP), Johannes Schmuckenschlager (Vizepräsident AREV & Präsident des Weinbauverbandes Österreich) und Christian Gaebel (Referatsleiter Agrar- und Förderpolitik, DBV) brachten ihre Perspektiven ein. Erstmals nahm auch die neue baden-württembergische Landwirtschaftsministerin Marion Gentges an einer Veranstaltung des DWV teil.

DWV-Präsident Klaus Schneider bilanzierte in seiner jährlichen Rede, dass sich der deutsche Weinbau „weiterhin in einer anspruchsvollen Phase“ befände. Zugleich sei „auf nationaler und europäischer Ebene eine zunehmende Bereitschaft, gemeinsam nach tragfähigen Lösungen zu suchen“, etwa bei der GAP nach 2027, dem Geo- und Pflanzenschutz und Fragen der Marktstabilisierung, wahrzunehmen. Nun komme es darauf an, die angekündigten Regelungen rasch in die Praxis zu überführen.

Schneider nutzte die Gelegenheit, um die Kernforderungen des DWV zu präsentieren. Dazu zählen unter anderem die nationale Umsetzung der europäischen Geoschutzreform und die dauerhafte Integration wirksamer Kriseninstrumente in die GAP nach 2027. Darüber hinaus sprach sich der Verband für die Weiterentwicklung des Weinrechts auf nationaler Ebene und einen funktionsfähigen sowie modernen Pflanzenschutz aus.

Trotz vielfältiger Herausforderungen auf nationaler und europäischer Ebene siehe der DWV derzeit zahlreiche positive Signale für den Weinbau. Die Mitgliederversammlung habe erneut gezeigt, dass lösungsorientierte Dialoge und daraus folgendes praxisgerechtes Handeln entscheidend für den zukünftigen Weinbau seien.

Weitere Beiträge