Das Ziel war, gemeinsam die anstehenden Herausforderungen für den Weinbau im Rahmen der GAP zu beleuchten und rechtliche Lösungsansätze zu diskutieren – dies auch mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit der Betriebe sowie die Förderung des Nachwuchses. Hierzu lieferten Fachvorträge wichtige Impulse.
Norbert Lins (MdEP, Stv. Vorsitzender des Agrarausschusses im EU-Parlament & Berichterstatter zur GAP), Johannes Schmuckenschlager (Vizepräsident AREV & Präsident des Weinbauverbandes Österreich) und Christian Gaebel (Referatsleiter Agrar- und Förderpolitik, DBV) brachten ihre Perspektiven ein. Erstmals nahm auch die neue baden-württembergische Landwirtschaftsministerin Marion Gentges an einer Veranstaltung des DWV teil.
DWV-Präsident Klaus Schneider bilanzierte in seiner jährlichen Rede, dass sich der deutsche Weinbau „weiterhin in einer anspruchsvollen Phase“ befände. Zugleich sei „auf nationaler und europäischer Ebene eine zunehmende Bereitschaft, gemeinsam nach tragfähigen Lösungen zu suchen“, etwa bei der GAP nach 2027, dem Geo- und Pflanzenschutz und Fragen der Marktstabilisierung, wahrzunehmen. Nun komme es darauf an, die angekündigten Regelungen rasch in die Praxis zu überführen.
Schneider nutzte die Gelegenheit, um die Kernforderungen des DWV zu präsentieren. Dazu zählen unter anderem die nationale Umsetzung der europäischen Geoschutzreform und die dauerhafte Integration wirksamer Kriseninstrumente in die GAP nach 2027. Darüber hinaus sprach sich der Verband für die Weiterentwicklung des Weinrechts auf nationaler Ebene und einen funktionsfähigen sowie modernen Pflanzenschutz aus.
Trotz vielfältiger Herausforderungen auf nationaler und europäischer Ebene siehe der DWV derzeit zahlreiche positive Signale für den Weinbau. Die Mitgliederversammlung habe erneut gezeigt, dass lösungsorientierte Dialoge und daraus folgendes praxisgerechtes Handeln entscheidend für den zukünftigen Weinbau seien.
