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DWV zieht Bilanz

Die diesjährige Vorherbst-Pressekonferenz des Deutschen Weinbauverbands fand am 13. August in Oestrich-Winkel statt. DWV-Präsident Schneider ging unter anderem auf die trockene Vegetationsperiode und auf weitere Herausforderungen wie einen rückläufigen Markt, hohe Kosten, klimatische Risiken, neue Schädlinge und gleichzeitig immer neue regulatorische Anforderungen, ein. Außerdem formulierte der DWV klare Forderungen an die Politik.

DWV-Präsident Schneider verwies zu Beginn der Pressekonferenz auf die „trockene Vegetationsperiode“. Die „zunehmenden klimatischen Extreme“ sind laut Schneider ein Beispiel für die herausfordernden Bedingungen, unter denen die Betriebe arbeiten müssen. Als weitere Problembereiche nennt Schneider „einen rückläufigen Markt, hohe Kosten, klimatische Risiken, neue Schädlinge und gleichzeitig immer neue regulatorische Anforderungen“ und schlussfolgert: „Was wir jetzt brauchen, ist kein weiteres Dickicht an Vorschriften, sondern politische Entscheidungen, die den Betrieben Planungssicherheit geben und ihnen ermöglichen, wirtschaftlich zu arbeiten“. 

In diesem Sinn fordert der DWV weiterhin die Stärkung der Betriebe durch die Weinbaupolitik. Die weinspezifischen Maßnahmen, die Brüssel ermöglicht hat, wie Krisendestillation und Rodungsprogramme, sind auf den Weg gebracht. Die vom DWV seit Jahren geforderte Einführung der sogenannten „Rotationsbrache“ ist jedoch bundesweit immer noch nicht erfolgt. An dieser Forderung hält der DWV mit Nachdruck fest. „Dennoch“, betont DWV-Generalsekretär Schwörer, „sind wir dem BMLEH für den Einsatz in Brüssel für die Weinbranche dankbar und begrüßen den im Vergleich zum vergangenen Jahr verbesserten Austausch.“ 

Konkret fordere der DWV: zur Marktentlastung einen dreijährigen Anbaustopp sowie die Nutzung der EU‑Krisendestillation für zwei deutsche Gebiete. Ziel: Produktionspotenzial kurzfristig und langfristig steuern; der DWV warnt außerdem vor einer Schwächung des Weinsektors durch Renationalisierung. Gefordert werden ein festes Budget, klare Co‑Finanzierungsraten und der Erhalt bewährter Interventionen. Die Potenziale des Geoschutzes werden kaum genutzt. Der DWV drängt auf die schnelle Verordnung zur Finanzierung der Schutzgemeinschaften, damit diese arbeitsfähig werden. Neue EU‑Vorgaben zu Verpackung (PPWR) und Green Claims überfordern Betriebe. 

Der DWV plädiert außerdem für praxistaugliche Regeln, Ausnahmen für Kleinstunternehmen und Rechtssicherheit; Winzer:innen reduzieren bereits stark, brauchen aber wirksame Mittel und schnelle Zulassungen. Der Verband verlangt Alternativen, Maßnahmen gegen neue Schädlinge und die EU‑Zulassung von Kaliumphosphonat im Bio‑Weinbau. Zusätzliche Steuern wie Schaumweinsteuer oder Erbschaftssteuer gefährdeten Betriebe. Hier strebt der DWV Entlastungen, u.a. über eine Anpassung des Mindestlohns gemäß Rechtsgutachten, an. 

Die Politik müsse Verantwortung übernehmen, damit Weinbaubetriebe wirtschaftlich überleben und Kulturlandschaften erhalten bleiben, so der abschließende Appell des Verbands.

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