(Bild: Adobe Stock / vxnaghiyev)

EU-Apfelernte: Zweitschlechteste der letzten 10 Jahre

Die Anfang August stattgefundene Prognosfruit Kongress zur Schätzung der anstehenden Apfelernte prognostiziert für die EU eine Erntemenge von rund 9,5 Mio. Tonnen. Damit wird die zweitschlechteste Ernte der vergangenen zehn Jahre erwartet.

Für Deutschland wurde zunächst ein Rückgang von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Diese Einschätzung hat sich jedoch aufgrund einer zwischenzeitlich erfolgten Schätzung des Statistischen Bundesamtes auf 948.000 Tonnen korrigiert. Gleichzeitig sind die Lagerbestände für diese Jahreszeit noch relativ hoch, sodass bereits vor dem Beginn der Herbsternte ausreichend Äpfel zur Verarbeitung zur Verfügung stehen.

Grund für die erwartete schwache Ernte sind unter anderem die ungünstigen Witterungsbedingungen. Nach einem feuchten Frühjahr blieben die erforderlichen Niederschläge seit April weitgehend aus. Zudem war Europa über Monate hinweg von einer Hitzeglocke betroffen, die zu mehreren Hitzewellen führte. Diese Entwicklung wirkt sich auch auf die vom VdF erstellte Prognose für die Streuobsternte aus.

Diese Prognose war bereits in der VdF-Pressemitteilung von Ende Juli unter dem Vorbehalt ausreichender Niederschläge in den ersten Augustwochen gestellt worden. Da diese weiterhin ausblieben, ist inzwischen davon auszugehen, dass die prognostizierte Menge von 450.000 Tonnen nicht erreicht wird und mit einer deutlich geringeren Ernte gerechnet werden muss. Die Niederschläge der vergangenen Tage werden an der erwarteten Erntemenge voraussichtlich nichts Wesentliches mehr ändern, da die Anlagen für das Größenwachstum der Äpfel bereits in den Monaten Mai und Juni gebildet werden.

Die detaillierten Prognosfruit-Zahlen finden Sie in der als Anlage beigefügten Präsentation.

 

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