„Äpfel gehören ins Glas – das gilt in diesem Jahr ganz besonders“, stellt Martin Heil fest, Vorsitzender des Verbandes der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien e. V. Wer Äpfel auf der eigenen Wiese oder im Garten habe, sollte sie nicht liegen lassen. „Die Keltereien können jeden Apfel gebrauchen, auch das Fallobst und die vielleicht nicht so schönen Exemplare. Wenn wie in diesem Jahr die Ernte kleiner ausfällt, ist es umso wichtiger, das Vorhandene wertzuschätzen und zu nutzen“, betont Heil.
Streuobstwiesenbesitzer:innen können ihre geernteten Äpfel bei den Keltereien abgeben. Je nach Betrieb erhalten sie dafür einen Kilopreis oder können die Früchte gegen Apfelsaft eintauschen. „Jeder
Apfel, der gekeltert wird, ist besser aufgehoben als einer, der ungenutzt auf der Wiese verdirbt. Also: Äpfel sammeln, abgeben – und ab ins Glas damit“, fasst Heil zusammen.
Mit der diesjährigen Keltersaison begehe der Verband der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien auch sein 80-jähriges Bestehen. Seit 1946 vertrete er die Interessen der Branche und setzt sich für die hessische Apfelwein- und Kelterkultur ein. „In den vergangenen acht Jahrzehnten hat sich in unseren Betrieben enorm viel verändert – bei Technik, Produktion und Vermarktung.
Unsere Keltereien machen sich seit Jahrzehnten gemeinschaftlich für die Interessen des hessischen Nationalgetränks stark, trotz des Wettbewerbs untereinander. Denn am Ende ziehen wir alle am selben Strang: Fast alle hessischen Keltereien sind Familienbetriebe und stehen im harten Wettbewerb mit internationalen Getränkekonzernen“, sagt Heil.
