Der deutsche Biermarkt zeigt sich weiterhin rückläufig: Im Inland sank der Bierabsatz laut Zahlen des Statistischen Bundesamts um 5,8, der bundesweite Export sogar um 7 Prozent. Verbraucherinnen und Verbraucher scheinen zunehmend bewusst zu genießen und entscheiden sich oft für alkoholfreie Alternativen.
Das zeigt sich auch bei der Flensburger Brauerei. Während der Absatz alkoholhaltiger Biere um 7,6 Prozent zurückgeht, legen die alkoholfreien Produkte (exklusive der Küstenlimos) um 11,7 Prozent zu. Das Flensburger Strand-Lager zeige sich dabei mit einem Absatzplus von 16 Prozent marktuntypisch.
Neu auf den Markt kamen 2025 die Flensburger Küstenlimos. Bis zum Jahresende summierte sich der Absatz auf rund 45.000 Hektoliter. Laut Brauereiangaben sei die Einführung begleitet worden von einem umfassenden Markenaufbau durch aufmerksamkeitsstarke Kommunikation im Eventbereich bis hin zu gezielten Aktivitäten am Point of Sale in Gastronomie und Handel. „Die Entscheidungen der letzten Jahre waren richtig und bestätigen unseren klaren Kurs“, sagt Jörn Schumann, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb. Zwei neue Produkteinführungen unterstreichen den Fokus auf alkoholfreien Genuss: Die Küstenlimo Cola Zero, bereits bekannt aus der Gastronomie, wird ab dem Frühjahr 2026 auch im Handel erhältlich sein. Zudem bringt man mit dem Strand-Lager 0,0 % ein naturtrübes alkoholfreies Lager auf den Markt.
Für das aktuelle Jahr sind weitere Investitionen in die Sortierung geplant, um Leistungsfähigkeit und Automatisierungsgrad zu steigern und den Aufwand zu reduzieren. Ein zentrales Zukunftsprojekt ist zudem der Neubau des Sudhauses. 2025 starteten bereits die Bautätigkeiten, Ende des Jahres wurde mit dem feierlichen Spatenstich ein symbolischer Meilenstein erreicht. Der Zeitplan bleibe ambitioniert, aber realistisch, heißt es von der Brauerei: Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen, die ersten Sude sollen noch im selben Jahr eingebraut werden. „Auch wenn bei einem Projekt dieser Größenordnung zusätzliche Aufwendungen dazugehören, überwiegt die Freude auf das neue Herzstück und den Motor unserer Brauerei“, betont Michael Seip, Geschäftsführer Technik.
