Die starke Nachfrage nach alkoholfreien Bieren spiele besonders bayrischen Brauereien in die Karten, deren Weizenbiere auch in alkoholfreier Form dominierten. Deutschlandweit sind alkoholfreie Weizenbiere mit 45 Prozent klar vorn, gefolgt von Pils (26 Prozent) und Biermischgetränken (11 Prozent). In Bayern werden zudem überdurchschnittlich häufig Helles, Weizen und Lager bestellt; Augustiner, Flötzinger und Mönchshof prägen hier das Bild.
Auch in Baden‑Württemberg bleibt Weizen beliebt, während Pils – wie bundesweit – die Nummer eins ist; Rothaus führt beide Segmente an. In Bayern, Rheinland‑Pfalz und dem Saarland ist bereits jeder siebte Liter alkoholfrei, angeführt von Bitburger 0,0, Benediktiner und Erdinger. Bundesweit bleibt Krombacher die meistbestellte Marke, stark in NRW, Niedersachsen, Hessen, Schleswig‑Holstein und Sachsen‑Anhalt; Benediktiner folgt im alkoholfreien Bereich auf Platz zwei.
Regionale Marken behaupten sich weiterhin: In Hamburg liefern sich Krombacher, Astra und Holsten ein enges Rennen, in Berlin liegt Krombacher vorn. In Bremen überholen Haake‑Beck und Franziskaner, Beck`s, auch dank starker alkoholfreier Varianten. Im Osten dominieren Köstritzer (Pils, Schwarzbier) und Benediktiner beim Weizen; alkoholfreie Anteile sind hier am niedrigsten. Mecklenburg‑Vorpommern weist bundesweit den höchsten Schwarzbieranteil auf.
Bundesweit bleibt Pils die klare Nummer eins, während alkoholfreie Weizenbiere in vielen Regionen die Spitze übernehmen. Der kollex Bier‑Monitor zeigt: Alkoholfrei ist fest in der Gastronomie angekommen – jeder achte Liter wird inzwischen ohne Alkohol bestellt.
„Alkoholfreie Biere sind damit längst mehr als ein kurzfristiger Trend. Ob Weizen, Radler oder 0,0-Prozent-Variante – sie gehören heute in den meisten Gastronomiebetrieben selbstverständlich zur Getränkekarte. Für die Gäste bedeutet das vor allem mehr Auswahl und die Möglichkeit zum bewussteren Genuss“, sagt Stefan Kellner, CEO von kollex und Herausgeber des Bier-Monitors.
