Es würden Orte verschwinden, an denen Menschen zusammenkommen, Nachbarschaft entsteht, Vereinsleben stattfindet und gesellschaftlicher Zusammenhalt im Alltag gelebt werde.
„Die vorliegende Studie legt offen, was in der steuerpolitischen Debatte bislang systematisch übersehen wird“, sagt Dr. Marcel Klinge. Auch politisch wächst die Anerkennung: In Rheinland‑Pfalz plant die neue Koalition ein „Dorfkneipenprogramm“.
Gleichzeitig ist die Getränkegastronomie ein relevanter Wirtschaftsfaktor in Deutschland: 2024 erzielte sie 9,6 Mrd. Euro Umsatz, bundesweit arbeiten rund 225.000 Menschen in über 32.000 Betrieben. Doch steigende Kosten und sinkende Frequenzen setzen die Gastronomie unter Druck; seit 2015 gingen rund 20 Prozent der Betriebe verloren. „Die Studie liefert das, was wir als DBU seit Jahren fordern: belastbare Zahlen, klare Fakten“, so Maren Meyer.
Die Ergebnisse zeigten, dass Steuerpolitik gesellschaftliche Folgen berücksichtigen muss. Internationale Beispiele wie Frankreich – dort verschwanden 18.000 Bars in 20 Jahren – verdeutlichen Risiken für sozialen Zusammenhalt. Eine höhere Spirituosensteuer würde die Lage weiter verschärfen und für viele Betriebe zur Existenzfrage werden, heißt es weiter.
Die gesamte Studie lässt sich unter https://heyzine.com/flip-book/780d156cd4.html einsehen.
