Gerade angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise und der besorgniserregenden Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und Rohstoffen sei der Einsatz klimafreundlicher Mehrwegflaschen wichtiger denn je, so die Allianz aus Umwelt- und Branchenverbänden. Diese fordert Umweltministerin Steffi Lemke daher auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Mehrwegförderung im Getränkebereich endlich umzusetzen: Durch eine Abgabe auf Einweg-Plastikflaschen, Dosen und Getränkekartons von mindestens 20 Cent zusätzlich zum Pfand.
Die Mehrweg-Allianz betont die Vorteile von Mehrweg: So können Mehrwegflaschen nicht nur bis zu 50-mal wiederbefüllt werden, sie sparen im Gegensatz zu Einweg-Plastik und Getränkedosen Ressourcen wie Öl und Gas ein – mit positiven Effekten für den Klimaschutz. Würden allein alle alkoholfreien Getränke ausschließlich in Mehrweg- statt in Einweg-Plastikflaschen abgefüllt, ließen sich jedes Jahr bis zu 1,4 Mio. t CO2 einsparen. Neben Umweltvorteilen führe regionales Mehrweg auch zu einer einmaligen Getränkevielfalt und zu rund 145.000 Arbeitsplätzen, auch in strukturschwachen ländlichen Regionen.
Die Mehrweg-Allianz setzt sich zusammen aus der Deutschen Umwelthilfe, der Stiftung Initiative Mehrweg, dem Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels, dem Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels, dem Verband Private Brauereien Deutschland und dem Verband Pro Mehrweg.
