„Die insgesamt rückläufige Entwicklung beim Fruchtsaft ist vor allem auf gestiegene Preise zurückzuführen“, erklärt Klaus Heitlinger, Geschäftsführer des VdF. Gleichzeitig zeichne sich beim Orangensaft eine Entspannung ab, da die Preise offenbar ihren Höhepunkt überschritten haben. Beim Gemüsesaft beobachte der Verband eine steigende Nachfrage. Gründe seien unter anderem ernährungsphysiologische Eigenschaften wie enthaltene Ballaststoffe sowie gesundheitliche Aspekte, beispielsweise bei Rote-Bete-Saft.
Mit Blick auf den internationalen Handel bewerte der VdF das geplante Mercosur-Abkommen grundsätzlich positiv. Die vorgesehenen Zollsenkungen für Orangensaft sollen voraussichtlich ab Mai 2026 über einen Zeitraum von acht Jahren schrittweise umgesetzt werden und dürften die Preise nur gering beeinflussen, so die Meldung weiter.
Brasilien nehme dabei eine zentrale Rolle ein: Das Land produziere rund die Hälfte der weltweit angebauten Orangen und stehe für etwa 80 Prozent des globalen Handels mit Orangensaft. Zudem gäbe es Fortschritte bei der Bekämpfung der Zitruskrankheit Greening, die in den vergangenen Jahren zu einem Rückgang der produzierten Mengen führte.
Beim Apfelsaft profitierte die Branche im Jahr 2025 von einer guten europäischen Ernte sowie einer ungewöhnlich hohen Streuobsternte. Für die aktuelle Saison lassen sich laut VdF jedoch noch keine verlässlichen Prognosen treffen. Gleichzeitig bleibt die Lage auf dem Frischmarkt wegen der zurückhaltenden Nachfrage unübersichtlich, heißt es abschließend.
