Andreas Vogel, Vorstand des Verbands des Deutschen Getränke-Einzelhandels (Bild: VDGE)

VDGE vermeldet positive Entwicklung für seine Mitglieder

Die dem Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels (VDGE) angeschlossenen 22 operativ tätigen Mitglieder erzielten von April bis Juni 2026 trotz nochmals deutlich reduzierter Marktzahl (2.381, VJ 2.466), anhaltender Konsumzurückhaltung sowie dem weiterhin rückläufigen Alkoholkonsum ein erfreuliches Umsatzplus von 0,7 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wie es heißt, lag der Gesamtumsatz auf das komplette erste Halbjahr bezogen, bei 1,456 Mrd. Euro, womit das Umsatz-Ergebnis des Vorjahres nominal um 0,6 Prozent habe gesteigert werden können.

VDGE Verbandsvorstand Andreas Vogel zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Angesichts der aktuell kommunizierten Vergleichswerte der Marktforschungsinstitute NielsenIQ (Germany) mit -4,0 Prozent und YouGov mit -0,4 Prozent haben unsere VDGE-Mitglieder im ersten Halbjahr in Summe deutlich besser als der Gesamtmarkt performt. Betrachtet man darüber hinaus die durchschnittliche Umsatzentwicklung je Markt im ersten Halbjahr, so liegt diese nach gezielt forcierter Filialnetzbereinigung sogar mit über 4 Prozent im Plus.“

„Der gesamte Fachhandel exkl. Internet hat auf Basis FMCG innerhalb des 1. Halbjahres 2026 ein minimales Plus von 0,4 Prozent erwirtschaften können. Die Getränkefachmärkte entwickeln sich mit -0,4 Prozent für Kaltgetränke damit genau entgegengesetzt. Dabei liegen die filialisierten GFMs weiterhin mit +0,9 Prozent ggü. den nicht filialisierten Händlern vorne. Diese müssen erneut ein Minus von -4,2 Prozent hinnehmen. Allerdings macht das Sorgenkind der Branche auch den filialisierten GFMs das Leben zunehmend schwerer, denn Bier/Biermix entwickelt sich auch dort mit -1,7 Prozent negativ. Den Trend beeinflussen wie schon in der Vergangenheit die Käuferzahlen. Während die filialisierten GFMs sich noch über ein kleines Plus bei den Käuferzahlen freuen können, müssen die nicht filialisierten im ersten Halbjahr wieder Käuferverluste hinnehmen“, erläutert Michael Schwaer, Account Director YouGov, die Zahlen des ersten Halbjahres.

Laut HDE-Konsumbarometer aus Juli 2026 hält die positive Entwicklung bei der Verbraucherstimmung in Deutschland zwar weiter an, verbleibt allerdings – beeinträchtigt durch die Auswirkungen der globalen Konflikte – auf einem niedrigen Niveau. Denn trotz des im Juni unterzeichneten Rahmenabkommens zwischen Amerika und dem Iran gehen die Kampfhandlungen bekanntlich weiter und trüben dadurch die Erwartung auf sinkende Ölpreise sowie einer Rückkehr zum wirtschaftlichen Wachstumspfad. 

Nichtsdestotrotz wird Experten zufolge weiterhin ein Wachstum in diesem Jahr erwartet. „Die deutsche Wirtschaft wird vorübergehend stagnieren, nicht aber in eine Rezession fallen“, sagt Timo Wollmershäuser, Konjunkturchef des ifo Instituts. „Ab dem dritten Quartal 2026 dürfte sich die Erholung wieder fortsetzen und zum Jahresende beschleunigen, sofern sich der Nahost-Konflikt tatsächlich entspannt.“ 

„Es bleibt zu hoffen, dass sich sowohl das geopolitische Geschehen als auch die sommerlichen Temperaturen wieder auf ein angenehmes, verträgliches Maß einpendeln und in der Folge für positive Absatzimpulse sorgen“, resümiert Vogel. (Quellen: YouGov, NielsenIQ, Handelsverband Deutschland (HDE))

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