„Verbrauchssteuern auf einzelne Lebensmittel oder Nährstoffe sind kein geeignetes Instrument zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung“, erklärt dazu wafg-Hauptgeschäftsführer Detlef Groß. „Es erstaunt daher wenig, dass die oft bemühten Beispiele aus anderen Ländern und dort eingeführten Steuern für solche korrespondierenden Erfolge keine Belege bieten“.
Insbesondere gäbe es keine Studien, die einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Erfrischungsgetränken und der Entwicklung von krankhaftem Übergewicht belegen. Gerade in Deutschland gäbe es ein vielfältiges Angebot an Erfrischungsgetränken mit vielen zuckerfreien und zuckerreduzierten Varianten. Verbraucher:innen können daraus nach ihren Vorlieben auswählen. Zudem habe das Monitoring des Max Rubner-Instituts (MRI) zur Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie (NRI) aktuell eine erfolgreiche Zuckerreduktion bei marktrelevanten Erfrischungsgetränken in Deutschland bestätigt.
Unmittelbar im Vorfeld des CDU-Parteitags hatte foodwatch mit eigenen Zahlen den Eindruck vermitteln wollen, Deutschland sei bei der Zuckeraufnahme durch Erfrischungsgetränke vermeintlicher Spitzenreiter in Europa, so die Meldung weiter. Dazu stellt Groß klar: „Diese Darstellung ist nicht nachvollziehbar. Zum einen zeigen die Daten des MRI zum Konsum von Getränken ein anderes Bild. Zum anderen ist die herangezogene Datengrundlage aus der Marktforschung für diese Betrachtung nicht belastbar.“
Die wafg hat in einer Übersicht wesentliche Fakten zum Themenfeld in einem Flyer zusammengefasst. Dieser ist abrufbar unter www.wafg.de/Irrweg-Lenkungssteuer
