Die Weinbranche stehe seit Jahren unter erheblichem Druck. Rückläufige Konsummengen, ein intensiver Preis- und Wettbewerbsdruck im Handel, steigende Kosten für Energie, Verpackung, Logistik und Personal sowie veränderte Verbraucherpräferenzen belasteten die gesamte Wertschöpfungskette. Auch der Badische Winzerkeller spüre diese Entwicklungen deutlich. Vor diesem Hintergrundsehe sich das Unternehmen verpflichtet, entschlossen und vorausschauend zu handeln, heißt es weiter.
Die geplante Restrukturierung basiere auf drei zentralen Pfeilern: der konsequenten Konzentration auf profitable Kerngeschäftsfelder, der Prüfung und Umsetzung der Auslagerung von Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen sowie einer deutlichen und strukturell wirksamen Senkung der Kostenbasis. Damit soll der Badische Winzerkeller schlanker, effizienter und marktnäher aufgestellt werden.
„Wir handeln in einer für die gesamte Weinwirtschaft außerordentlich herausfordernden Phase. Unser Anspruch ist es, den Badischen Winzerkeller wirtschaftlich tragfähig, zukunftsorientiert und im Interesse unserer Mitgliedsbetriebe und Winzer neu auszurichten. Dazu gehören auch schwierige Entscheidungen, die wir verantwortungsvoll, transparent und mit dem notwendigen Respekt gegenüber allen Betroffenen angehen werden“, erklärt André Weltz, Vorstandsvorsitzender des Badischen Winzerkellers mit Sitz in Breisach am Rhein.
Die Gespräche mit dem Betriebsrat sollen in dieser Woche aufgenommen werden. Der Badische Winzerkeller werde die Arbeitnehmervertretung frühzeitig und umfassend einbinden und die weiteren Schritte in einem geordneten Verfahren erörtern. Ziel sei es, tragfähige Lösungen zu entwickeln, die den notwendigen wirtschaftlichen Anpassungsbedarf mit sozialer Verantwortung verbinden.
Im Mittelpunkt der Neuausrichtung stehe die Frage, welche Leistungen und Strukturen der Badische Winzerkeller künftig selbst erbringen muss und in welchen Bereichen spezialisierte Partner und Tochterunternehmen effizientere Lösungen ermöglichen können. Gleichzeitig sollen Prozesse vereinfacht, Doppelstrukturen reduziert und Ressourcen gezielter auf Vermarktung, Vertrieb, Markenführung, Qualität und die wirtschaftlich relevanten Kernsortimente ausgerichtet werden.
„Der Badische Winzerkeller hat als genossenschaftliches Unternehmen eine besondere Verantwortung gegenüber seinen Mitgliedern, Mitarbeitenden, Kunden und Partnern. Die nun eingeleiteten Maßnahmen dienen dazu, die Grundlage für eine stabile Weiterentwicklung zu schaffen und den Winzerkeller dauerhaft handlungsfähig zu halten“, so der Vorstand weiter.
Konkrete Entscheidungen zu einzelnen Maßnahmen sollen erst nach sorgfältiger Prüfung und nach den Gesprächen mit dem Betriebsrat kommuniziert werden. Der Badische Winzerkeller werde alle Beteiligten über die weiteren Schritte transparent informieren, so die Meldung abschließend.
