(Grafik: Manhattan Associates)

Das sind die Einkaufsgewohnheiten der Generation Alpha

Für die Jugendlichen von heute spielt Beratung beim Einkauf im Laden keine Rolle mehr. Für sie zählen viel mehr eine große Auswahl, die sofortige Verfügbarkeit und niedrige Preise. Am stationären Handel schätzen sie vor allem das direkte Ausprobieren und Mitnehmen. Das sind einige der zentralen Ergebnisse der Umfrage, die Manhattan Associates in Deutschland unter Angehörigen der Generation Alpha, ihren Eltern sowie Entscheidern im Einzelhandel hat durchführen lassen. Die Befragungen wurden von iconkids & youth international research und YouGov vorgenommen.

Wichtigster Kanal, um neue Produkte zu entdecken, sei für die Jugendlichen das direkte soziale Umfeld aus Freunden und Mitschülern. Hier lassen sich 68 % der Befragten inspirieren. Dicht dahinter folgt aber schon Youtube (63 %), dann, mit etwas Abstand, TikTok (51 %) und Amazon (47 %). Alle drei Kanäle beeinflussen damit in hohem Maße das Einkaufsverhalten heutiger Jugendlicher. 

86 % gaben an, bereits Produkte gekauft oder sich von ihren Eltern gewünscht zu haben, weil sie sie bei einem Influencer oder Content Creator gesehen haben. Etwa ein Fünftel tue das sogar häufig. Weniger als die Hälfte aller Angehöriger der Generation Alpha (41 %) lasse sich direkt im Geschäft inspirieren.

„Auch wenn sich Jugendliche heute häufig an anderer Stelle über Trends und interessante Produkte informieren, bleibt der stationäre Einzelhandel für sie als Einkaufsort interessant“, sagt Marchel Harskamp, Senior Director Professional Services bei Manhattan Associates. Als regelmäßige Absatzkanäle dominiere das klassische Geschäft (83 %) vor Websites von Markenanbietern (64 %) und Onlinemarktplätzen (63 %) wie Amazon. 

Die Vorteile des stationären Einzelhandels sehen die Jugendlichen darin, Produkte sofort mitnehmen (44 %) sowie An- und Ausprobieren zu können (43 %). Auch der soziale Faktor des gemeinsamen Einkaufs mit Freunden werde von vielen wertgeschätzt (37 %). Sich beraten lassen wollen hingegen nur noch 6 % der jungen Befragten.

Die Prioritäten beim Einkauf seien klar, egal ob im Geschäft oder online: Der Punkt, der für die meisten Gen-Alpha-Angehörigen am wichtigsten ist, sei die Auswahl (24 %), gefolgt von sofortiger Verfügbarkeit (20 %) und einem niedrigen Preis (18 %). Schnellen Zugang zu den neuesten Trends gewichte die Gen Alpha dabei deutlich schwerer als Nachhaltigkeit (39% zu 23 %) – wobei insbesondere Mädchen mit den Jahren umweltbewusster werden. 

Wenn ein Produkt im bevorzugten Onlineshop nicht verfügbar ist, weichen die Befragten auf stationäre Geschäfte (39 %) oder andere Onlineshops (33 %) aus. Lediglich 15 Prozent seien bereit, zu warten, bis die Ware wieder lieferbar ist.

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