Immer mehr Menschen gestalten ihren Umgang mit Alkohol bewusster oder richten diesen neu aus. Im Zentrum stünden dabei unterschiedliche Motive für Reduktion und Verzicht. Neben gesundheitlichen Überlegungen spielten vor allem Aspekte wie der Wunsch nach mehr Kontrolle, bewusste Lebensgestaltung und veränderte Alltagsrealitäten eine entscheidende Rolle.
Die Studie zeige, wie vielfältig die Beweggründe hinter verändertem Konsum – und welche Konsequenzen sich daraus für Marken, Produkte und Zielgruppenansprache ergeben. Gleichzeitig gewinnen der Studie zufolge alkoholfreie Alternativen an Bedeutung und prägten neue Formen von Genuss und sozialem Miteinander.
Besonders jüngere Zielgruppen trieben diese Entwicklung voran – mit neuen Erwartungen, stärkerem Gesundheitsbewusstsein und einem veränderten Verständnis von Selbstbestimmung. Damit entstehe ein zunehmend komplexes Bild: Klassische Zielgruppen lösten sich auf, Konsumenten bewegten sich flexibler zwischen alkoholhaltigen und alkoholfreien Optionen – je nach Anlass, Situation und persönlicher Einstellung.
„Unsere Studie zeigt, dass der Alkoholkonsum in Deutschland zunehmend seine frühere Selbstverständlichkeit verliert. Trinkgewohnheiten verändern sich generationenübergreifend – nicht nur in der Menge, sondern vor allem in der Bedeutung, die Konsumenten Alkohol heute beimessen. Besonders jüngere Zielgruppen gestalten ihren Konsum bewusster, situativer und stärker entlang persönlicher Werte wie Gesundheit, Kontrolle und Selbstbestimmung.
Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen alkoholhaltigen und alkoholfreien Angeboten zunehmend. Für die Getränkeindustrie bedeutet das einen tiefgreifenden Wandel: Künftig werden nicht mehr klassische Konsummuster entscheidend sein, sondern die Fähigkeit, unterschiedliche Genussmomente und flexible Bedürfnisse zielgerichtet anzusprechen“, erklärt Isabel Göpel, Senior Research Executive bei YouGov.
