(Bild: Justo-Rodriguez)

Rioja 2026: Frühe Lese, gesunde Trauben und mehr Weißwein

Ungewöhnlich früh begann die Weinlese in der DOCa Rioja in diesem Jahr, das von einem frühen Vegetationszyklus und großer Hitze geprägt war. Insgesamt präsentierten sich die gelesenen Trauben in einem sehr guten Gesundheitszustand. Anfang Oktober waren rund 358 Millionen Kilogramm eingebracht – deutlich mehr als in den beiden mengenmäßig kleinen Vorjahren. Besonders erfreulich ist die größere Menge an weißen Trauben.

Erstmals galten für die Lese 2026 zudem angepasste Vorgaben, die die Erzeugung von Rioja-Weinen mit niedrigerem Alkoholgehalt ermöglichen. Bis Anfang Oktober wurden insgesamt rund 358 Millionen Kilogramm Trauben eingebracht, davon knapp 315 Millionen Kilogramm rote und gut 43 Millionen Kilogramm weiße Trauben. 

Nach zwei mengenmäßig kleinen Jahrgängen fälle die Ernte damit wieder deutlich größer aus und eröffne unter anderem die Möglichkeit, mehr junge Weine für den zeitnahen Genuss zu erzeugen. Auch die ersten Qualitätseindrücke stimmen zuversichtlich: „Die ersten Weiß- und Rotweine zeigen sich frisch und mit einer guten Säure – genau das, was die Kunden derzeit suchen“, sagt Alejandra Rubio, Technische Direktorin des Consejo Regulador der DOCa Rioja. Besonders erfreulich sei der Zuwachs bei den weißen Trauben von rund 34 Millionen Kilogramm im Vorjahr auf mehr als 43 Millionen Kilogramm.

Eine weitere Neuerung der Leseregeln 2026 betreffe Weine mit niedrigerem Alkoholgehalt. Die bereits 2025 beschlossene Erweiterung des Pflichtenhefts wurde erstmals in den Vorgaben für die diesjährige Lese berücksichtigt. Sie ermögliche Rot-, Weiß- und Roséweine mit bis zu 1,5 Prozentpunkten weniger Alkohol sowie Schaumweine mit bis zu einem Prozentpunkt weniger. Bei weißen Trauben wurde dafür der erforderliche potenzielle Mindestalkoholgehalt von 10,5 auf 9 Prozent vol. abgesenkt; bei roten Trauben liege er weiterhin bei 11 Prozent vol.

Weitere Beiträge