Das bereinigte EBITDA habe mit 12,3 Mio. Euro über dem prognostizierten Zielkorridor von 11 bis 12 Mio. Euro. gelegen. Wesentliche Wachstumstreiber waren nach eigenen Angaben das internationale Geschäft, das Portfolio der Third-Party-Marken sowie die hohe Innovationsdynamik im eigenen Markenportfolio.
„Angesichts der geopolitischen Krisen und der andauernden Konsumzurückhaltung war das Ziel, das Vorjahresniveau zu erreichen, durchaus ambitioniert. Umso erfreulicher ist es, dass wir dank eines guten zweiten Halbjahres diese Vorgabe übertreffen konnten“, sagt Michael Söhlke, CEO der Semper idem Underberg AG. „Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Entwicklung im Bereich Third-Party-Marken ist gut, wir wachsen im Ausland kontinuierlich, und beim Thema Innovationen ist die Marke St. Hubertus-Tropfen ein Erfolgstreiber.“
Großen Anteil an der positiven Entwicklung habe die starke Präsenz in den USA. Die hundertprozentige Vertriebstochter Underberg Sales Corporation sei zuletzt so dynamisch gewachsen, dass sie aufgrund ihrer gestiegenen Bedeutung erstmals konsolidiert wurde. „Sowohl das Team vor Ort als auch das Zusammenspiel mit dem Support hier in Rheinberg funktionieren hervorragend. Das ist die Grundlage für den weiteren Wachstumsweg, den wir auch für unsere anderen internationalen Fokusmärkte sehen“, betont Thomas Mempel, CCO der Underberg Gruppe. Neben den USA ist das Familienunternehmen schwerpunktmäßig in den nordischen Ländern, Österreich und der Schweiz sowie in touristischen Destinationen in Südeuropa, ausgesuchten Märkten in Afrika und im Global Travel Retail unterwegs.
Das Wachstum von 15,2 Prozent im Portfolio internationaler Distributionsmarken unterstreiche für Mempel die nachhaltig erfolgreiche Vertriebs- und Marketingleistung der Kolleginnen und Kollegen von Diversa Spezialitäten. „Unser Team zeichnet sich durch enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den internationalen Brand-Ownern aus. Auf dieser Basis entstehen langfristige und belastbare Kooperationen, die für beide Seiten einen hohen Mehrwert schaffen“, so Mempel.
„Natürlich haben wir angesichts des nach wie vor schwachen Konsumklimas in Deutschland die Kosten stets im Blick und werden unverändert nach Profitabilität steuern. Insgesamt ist der Professionalisierungsgrad in der gesamten Gruppe gestiegen; zugleich investieren wir weiterhin gezielt in Marketing und Vertrieb“, so l Söhlke weiter. „Wir haben im Juni den 180. Geburtstag unseres Familienunternehmens gefeiert und die Voraussetzungen für die Weiterentwicklung des Unternehmens geschaffen. Ungeachtet dessen bleiben die Herausforderungen groß; so dürfte beispielsweise die Anhebung der Alkoholsteuer für die gesamte Industrie und auch für uns einen Absatzrückgang bedeuten.“
Die positive Ergebnislage des Konzerns habe zu einer leicht verbesserten Eigenkapitalquote von 31 Prozent geführt. Semper idem Underberg verfügt über eine solide Liquiditätsreserve und wies zum Geschäftsjahresende am 31. März 2026 einen Kassenbestand im Konzern von über 17 Mio. Euro aus, so die Meldung abschließend.
