Die deutsche Brauwirtschaft kämpfe weiter mit schwacher Konsumstimmung, rückläufigen Absätzen und hohen Kosten. Veltins profitiere dennoch von einer marktgerechten Sortimentsstrategie: Pülleken, Veltins Lager und Karamalz sorgten für deutliche Wachstumsimpulse. „Den Biermarkt haben tiefgreifende strukturelle Veränderungen erreicht und die Wettbewerbsintensität zwingt viele Anbieter, ihr Marktengagement zu überdenken“, sagt Dr. Volker Kuhl, Sprecher der Geschäftsführung. „Ungeachtet der Markterschwernisse bleiben wir auf Kurs…“
Konjunkturelle Unsicherheit, Sparverhalten und hohe Kosten belasteten viele Brauereien massiv. „Verständlich, dass sich viele private Haushalte ein Spardiktat auferlegen und in die Vorsichtskasse flüchten – für die Brauwirtschaft wird das vielerorts zur Existenzfrage“, bilanziert Kuhl. Energie, Rohstoffe und Logistik trieben die Kosten, viele Betriebe gerieten in Existenznot. Veltins habe seine Marktposition aber weiter ausbauen können.
Mit 1,8 Mio. hl Ausstoß (+1,3 Prozent) wachse Veltins entgegen dem nationalen Trend (–3,9 Prozent). Die Kernmarke bleibe Fundament, Innovationen sicherten zusätzliche Dynamik. „Wir setzen seit Jahren auf Kontinuität statt kurzfristiger Effekte“, so Kuhl.
Pülleken erreiche 208.300 hl (+10,8 Prozent), gestützt durch Zitrönken und Alkoholfrei. Veltins Lager wachse auf 27.300 hl (+5,2 Prozent). Auch die alkoholfreien Fassbrausen hätten zugelegt (+5,0 Prozent auf 71.700 hl), so die Brauerei. Die Marke Veltins bleibe mit über 1,2 Mio. hl (–4,3 Prozent) wirtschaftliches Rückgrat. V+ steuere 165.700 hl bei und bleibe seit 25 Jahren ein wichtiger Bestandteil für junge Erwachsene.
Karamalz liefere erstmals 64.500 hl und erweitere das Portfolio über den klassischen Biermarkt hinaus. „Unser Portfolio lebt von seiner Vielfalt. Erfolgreiche Innovationen ersetzen nicht unsere Kernmarken, sondern eröffnen zusätzliche Wachstumsperspektiven,“ so Marketinggeschäftsführer Fabian Veltins.
Für die zweite Jahreshälfte erwartet die Brauerei C. & A. Veltins keine grundlegende Veränderung der Marktbedingungen. „Die wirtschaftlichen Unsicherheiten und der strukturelle Wandel in der Brauwirtschaft werden die Branche weiterhin begleiten“, urteilt Vertriebsgeschäftsführer Rainer Emig. „Entscheidend bleibt, dass wir unseren Weg konsequent fortsetzen, nah am Verbraucher bleiben und unsere Innovationskraft mit der Verlässlichkeit eines Familienunternehmens verbinden.“ „Der deutsche Biermarkt wird eine harte Selektion durchlaufen“, warnt Kuhl.
Derweil werde sich die Marktbereinigung, die bereits im ersten Halbjahr für Unwuchten innerhalb der Brauwirtschaft geführt hat, fortsetzen. „Viele Brauereien sind in eine gefährliche Schere von Kostendruck bei gleichzeitig sinkenden Absätzen geraten“, erklärt Dr. Volker Kuhl. „Der deutsche Biermarkt wird eine harte Selektion durchlaufen. Überkapazitäten sind unwirtschaftlich und angesichts der demografischen Entwicklung des Landes überflüssig.“ Vor diesem Hintergrund seien Standortaufgaben aus lokaler Sicht bedauerlich, aus betriebswirtschaftlicher Perspektive aber unausweichlich.
Großbrauereien steigerten ihre Effizienz, während kleinere regionale Betriebe unter massivem Kosten- und Margendruck litten und viele Sanierungsfälle als „Wackelkandidaten“ in einer Dauerschwäche verblieben. Die Konsolidierung der Brauwirtschaft habe 2026 eine neue Qualität erreicht und entwickele sich zu einer dauerhaften Marktbereinigung statt eines vorübergehenden Tiefs. In diesem Umfeld setze Veltins auf Wertbeständigkeit, Sortimentsfokussierung und die Stabilität eines Familienunternehmens – „Es ist eine Zeit, in der zukunftsgewandte Brauereien die Krise als veritable Chance nutzen können!“
Kleinere Brauereien geraten stark unter Druck, viele Sanierte bleiben „Wackelkandidaten“. Veltins setzt antizyklisch auf Wertbeständigkeit, Sortimentsfokussierung und Stabilität. „Es ist eine Zeit, in der zukunftsgewandte Brauereien die Krise als veritable Chance nutzen können!
