Andreas Vogel, Vorstand des Verbands des Deutschen Getränke-Einzelhandels (Bild: VDGE)

VDGE vermeldet stabile Jahresbilanz für seine Mitglieder

Die dem Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels (VDGE) angeschlossenen 22 operativ tätigen Mitglieder erzielten im abgelaufenen Geschäftsjahr bei leicht gesunkener Marktanzahl (Q4 2024: 2.513; Q4 2025: 2.415 Outlets = minus 3,9 Prozent) einen Gesamtumsatz in Höhe von 2,95 Mrd. Euro. Damit knüpften sie trotz geringerer Outlet-Anzahl und eines schwierigen Marktumfelds (Konsumzurückhaltung, rückläufiger Alkoholkonsum, historisch schlechte Bierabsätze etc.) mit -0,9 Prozent nahezu an das gute Umsatz-Ergebnis des Vorjahres an, so der Verband.

Zufrieden bilanziert VDGE Verbandsvorstand Andreas Vogel das Ergebnis: „Angesichts der aktuell kommunizierten Vergleichswerte der Marktforschungsinstitute NielsenIQ (Germany) mit -0,6 Prozent und YouGov +0,2 Prozent haben sich die VDGE-Mitglieder in 2025 in Summe zwar minimal unter Gesamtmarktniveau entwickelt, positiv zu bemerken ist bei genauerer Betrachtung aber auch, dass der Monats-Umsatz je Fachmarkt nach erfolgter, bewusster Filialnetzbereinigung im Vergleich zum Vorjahr sogar um über 3 Prozent gesteigert werden konnte und damit über Gesamtmarktniveau liegt“. 

„Der gesamte Fachhandel exkl. Internet hat innerhalb FMCG 2025 mit einer roten Null (-0,1 Prozent) im Umsatz abgeschlossen. Die Getränkefachmärkte (GFMs) liegen minimal besser bei +0,2 Prozent. Auf die Kaltgetränke bezogen sind die filialisierten GFMs im Plus mit +2,7 Prozent während die nicht filialisierten GFMs diese positive Entwicklung mit einem Minus von -6,8 Prozent ausbremsen. Erfreulicherweise sind wieder mehr Haushalte in den Getränkemärkten unterwegs und auch hier sind die filialisierten GFMs die ,Publikumsmagneten' und stoppen die Abwanderungstendenzen der letzten Jahre. Hier waren vor allem die Alkoholfreien jener Sortimentsbestandteil, der sich größerer Popularität erfreuen konnte“, erläutert Alexander Schwarz, Director - Teamlead YouGov. 

Das jeweils am ersten Montag eines Monats erscheinende Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), das vom Handelsblatt Research Institute (HRI) im Auftrag des HDE erstellt wird und auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren basiert, gibt einen Ausblick auf die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.

Das Ergebnis für Februar lautet dabei wie folgt: Der positive Trend bei der Verbraucherstimmung hält an. Wie aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervorgeht, hellt sich die Stimmung im Februar auf. Demnach klettert der Index auf den höchsten Stand seit dem Sommer vergangenen Jahres. Dennoch bleibt das Stimmungsniveau aber schwach. Abzuwarten ist nun, ob die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland auch in den kommenden Wochen von geopolitischen Turbulenzen unbeeindruckt bleiben, ihre Unsicherheit ablegen und sich der Aufwärtstrend dadurch weiter fortsetzen kann.

„Damit sich die Stimmungslage tatsächlich verbessert, muss die die Bundesregierung jetzt endlich ins Handeln kommen. Von der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft verspreche ich mir dagegen angesichts der ungünstigen Anstoßzeiten nur bedingt positive Umsatzimpulse“, resümiert Vogel. (Quellen: YouGov, NielsenIQ, Handelsverband Deutschland (HDE), Handelsblatt Research Institut, Statistische Bundesamt)

 

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